Sand statt Stress: Warum wir Silvester ans Meer geflüchtet sind

11. Januar 2026

Für viele Menschen ist Silvester ein Fest voller Vorfreude. Für viele Hundehalter bedeutet der Jahreswechsel jedoch das Gegenteil: Management von Angst und Stress. Wenn der eigene Hund bei jedem Knall zusammenzuckt und keine Entspannung mehr findet, leidet man als Besitzer unweigerlich mit. Man möchte Sicherheit geben, doch gegen die Geräuschkulisse im städtischen Raum stößt man oft an Grenzen.

Wenn die eigenen vier Wände beben

Wir wohnen im Erdgeschoss direkt an einer befahrenen Straße. An Silvester wird hier nicht in der Ferne geböllert, sondern oft unmittelbar vor unseren Fenstern. Trotz moderner Dämmung ist das Feuerwerk bei uns nicht nur hörbar, sondern körperlich spürbar. Die Erschütterungen übertragen sich auf den Raum, die Gläser im Schrank klimpern, was die Situation für unseren geräuschempfindlichen Hund massiv verschärft.

Bei meiner Hündin Inji hat sich die Angst über die Jahre schleichend gesteigert. Es gab keinen einzelnen Auslöser, aber irgendwann war der Punkt erreicht, an dem ich ihr diese Belastung nicht mehr zumuten wollte.

Natürlich haben wir in der Vergangenheit viel trainiert. Mit Unterstützung von verschiedenen Trainer:innen haben wir an Gegenkonditionierung gearbeitet, Entspannungssignale etabliert und Rituale geschaffen. Für einzelne, vereinzelte Geräusche im Alltag und Knaller wie Schüsse, hat das enorme Fortschritte gebracht.

Doch die extreme Dichte und Lautstärke der Knallerei rund um Mitternacht ist eine Ausnahmesituation, auf die man einen Hund nur bedingt vorbereiten kann. Wenn aus einem Knall ein Dauerfeuer wird, stößt rein defensives Training oft an seine Grenzen.

Die Entscheidung: Flucht nach vorn

Für den Jahreswechsel 2025 haben wir uns daher bewusst für eine Auszeit am Meer entschieden. Wir haben eine ganze Woche gebucht, um nicht nur die Silvesternacht, sondern auch die unruhigen Tage davor und danach abzudecken. Unser Ziel war ein Ort mit konsequentem Böllerverbot. Da Inji das Meer und weite Sandstrände liebt, war diese Reise für uns keine bloße Flucht, sondern die bestmögliche Entscheidung für ihr Wohlbefinden.

Fotos aufgenommen mit dem iPhone 17 und bearbeitet mit der mobilen Lightroom-App.

Die Zeit an der Küste war geprägt von Ruhe und Weite. Tägliche Spaziergänge in den Dünen und lange Stunden am Strand standen im Mittelpunkt. Den Silvesterabend selbst haben wir ganz entspannt verbracht: Gutes Essen, Gesellschaftsspiele und ein ruhiges Anstoßen im kleinen Kreis. Es war genau die Normalität, die wir uns für Inji gewünscht haben.

Und das Ergebnis? Inji war vollkommen entspannt. Kein Zittern, kein Hecheln – einfach ein Hund, der den Moment genießen durfte.

Das für mich wichtigste Foto dieser Reise entstand pünktlich um Mitternacht: Inji hat den Jahreswechsel schlichtweg verschlafen. Dieses Bild ist für mich mehr als nur ein süßes Foto, es ist das Dokument einer großen Erleichterung. Es zeigt den Frieden, den wir ihr durch diese Reise ermöglichen konnten. Es zeigt, dass die Entscheidung, eine richtige war!

Authentische Erinnerungen – auch ohne Profi-Equipment

Meine Kameraausrüstung hatte ich für den Urlaub bewusst zu Hause gelassen. Und ja, an manchen Tagen mit besonders schönem Licht kam häufig Wehmut auf und ich hätte sie so gerne dabei gehabt. Aber am Ende des Tages konnte ich meine Entscheidung nicht rückgängig machen. Und die beste Kamera ist eh die, die man in dem Moment dabei hat.

Ich habe die Momente am Strand also einfach mit meinem iPhone 17 festgehalten. Dabei ging es mir nicht um schnelle Schnappschüsse, sondern um einen bewussten Bildaufbau und das Spiel mit dem Licht. Besonders die Gegenlichtsituationen am Meer sind technisch anspruchsvoll. Um die Stimmung so wiederzugeben, wie ich sie vor Ort empfunden habe, habe ich die Bilder anschließend in der mobilen Version von Lightroom bearbeitet. Gerade bei kontrastreichen Aufnahmen ist die Nachbearbeitung entscheidend, um Zeichnung und Atmosphäre zu erhalten.

Fotos aufgenommen mit dem iPhone 17 und bearbeitet mit der mobilen Lightroom-App.

Ein Privileg und mögliche Alternativen

Mir ist bewusst, dass eine Reise über Silvester ein Privileg ist. Ich bin sehr dankbar, dass wir Inji diesen Urlaub ermöglichen konnten. Uns ging es dabei nicht nur um das „Aushalten“ der Situation, sondern um echte Erholung für uns alle.

Für Hundehalter, die diese Option nicht haben, gibt es durchaus weitere Alternativen. Zum einen ist es möglich, mit dem Hund über die Silvesterstunden auf der Autobahn zu fahren. Diese sind oft besonders ruhig. Auch öffnen viele Flughäfen ihre Tore zu Silvester für Tierbesitzer. Rund um das Flughafengelände ist böllern aus Sicherheitsgründen strikt verboten. Etwas entspannter wäre noch ein Flughafenhotel für eine Nacht.

Weiterhin gibt es auch Gehörschutz für lärmsensible Hunde. Ursprünglich wollten auch wir das für Inji ausprobieren. Da bei uns allerdings wie beschrieben die Wände wackeln, vermute ich, würde ein Gehörschutz alleine nicht ausreichen.

Egal wie, Manchmal ist der liebevollste Schritt, die belastende Situation gar nicht erst entstehen zu lassen.

Dein Weg zum entspannten Hundebild

Wenn Du auch einen geräuschempfindlichen Hund zu Hause hast, weißt Du, wie wertvoll Momente der Ruhe sind. Diese Woche hat mir wieder einmal gezeigt, dass echte Erinnerungen nicht an das perfekte Equipment gebunden sind, sondern an das Gefühl, das sie vermitteln.


Wenn Du Dir professionelle Bilder von deinem Hund wünschst, die genau diese echte Verbindung und eure gemeinsamen Momente einfangen – ganz ohne Stress und in einer entspannten Atmosphäre – melde dich gerne bei mir. Gemeinsam finden wir die passende Location, an der sich dein Hund wohlfühlt.

28. November 2025
Dieses Jahr durfte ich an der Weihnachtswunder-Shooting Aktion von Ria Putzker teilnehmen. Bei dieser wundervollen Aktion schließen sich über 200 Tierfotograf:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Auch aus anderen europäischen Ländern sind einige dabei. Angemeldet werden können Hunde, die sehr alt sind, schwer krank oder eine traumatische Vergangenheit haben. Ebenso dürfen Hunde teilnehmen, die noch auf der Suche nach einem Zuhause sind, im Tierheim oder auf Pflegestellen leben. Die Besitzer:innen bekommen so die Möglichkeit, bleibende Erinnerungen festhalten zu lassen, selbst wenn die gemeinsame Zeit vielleicht begrenzt ist oder der Start ins Leben schwer war. Als ich das erste Mal von dieser Aktion gehört habe, war ich tief berührt. Die Idee, Menschen und ihre Hunde auf diese Weise zu unterstützen und ihnen kostbare Erinnerungen zu schenken, hat mich sofort abgeholt. Ich habe mich noch am selben Tag als teilnehmende Fotografin angemeldet. Wenn ein Hund für die Weihnachtswunder-Aktion angemeldet wird, erscheint er für uns Fotograf:innen auf einer Karte. Wir können uns dann bei den Besitzer:innen melden. Wenn der Hund ganz in der Nähe wohnt oder die Menschen bereit sind, ein Stück anzureisen, werden Hund und Fotografin miteinander gematcht. Danach vereinbaren wir einen Termin für ein kostenloses Shooting. Es geht dabei nur um eins: Liebevolle Bilder und Erinnerungen, die bleiben.
Portrait von Nadine und Inji, beide sitzend auf dem Boden vor weißem Studiosetting.
23. Juli 2025
Ich fotografiere mit ganzem Herzen: Hunde, ihre Menschen, echte Verbindungen. Und nun war es an der Zeit, ich stand nun selbst mal wieder vor der Kamera. Warum? Weil ich Lust hatte auf neue Bilder. Auf Bilder von mir. Von meiner kleinen Familie. Von Inji, meinem Herzhund. Und ja, auch auf ein paar Businessportraits für meine Website und die sozialen Medien. Mein letztes richtiges Fotoshooting ist ein paar Jahre her. Es war damals übrigens auch der Moment, in dem ich mich in die Fotografie verliebt habe. Und vielleicht war genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um selbst wieder vor der Kamera zu stehen.
Outdoor Bild eines Boxers, der die Pfote in die Hand des Menschen legt.
5. Juli 2025
In letzter Zeit begegnen mir in den sozialen Medien immer häufiger Bilder von Hunden, die wirken, als wären sie in einem professionellen Studio aufgenommen worden: schwarzer Hintergrund, starker Kontrast, leuchtende Augen, aufwendige Lichtführung. In der Beschreibung finde ich dann: "Erstellt mit KI". Ein echtes Foto war das nicht, es war ein durch Bildgenerierung erstelltes Bild eines Hundes auf Basis einer Vorlage. Ich finde dieses Themenfeld besonders spannend, da ich mich viel mit dem Thema KI auseinandersetze und schon viele Vorträge zu dem Thema gehalten habe. Mich bewegt die Frage: wie wollen wir eigentlich unseren geliebten Hund darstellen und uns an ihn und an die gemeinsame Zeit erinnern? Lass uns das Thema einmal gemeinsam beleuchten. Ich habe absolutes Verständnis für die Faszination von KI generierten Bildern. Doch besonders wenn ich generierte Bilder meiner Hündin Inji sehe, spüre ich: echt ist anders. Diese Bilder zu betrachten fühlt sich für mich "falsch" an. Geschummelt. Nicht echt. Nicht MEINE Inji. Weil sie es eben nicht ist. Mir geht es bei meinen Fotos immer besonders um Nähe und Authentizität. Legen wir mal los.
Nachher Bild, Australian Shepherd im Wald, bearbeitet im Fine Art Stil.
25. März 2025
Ich liebe es, mich selbst herauszufordern – sei es bei Shootings oder in der Nachbearbeitung. Als ich von der Bearbeitungschallenge von Tierfotografie Hamburg gehört habe, war für mich sofort klar: Da mache ich mit! Die Besonderheit? Die Fotos stammen alle von der lieben Laura von Tierfotografie Hamburg – ich habe sie also nicht selbst fotografiert, sondern durfte mich nur an der Bildbearbeitung austoben . Und genau das macht es so spannend: Mit einem frischen Blick an fremde Bilder herangehen und meine eigene Handschrift in der Bearbeitung einbringen. In diesem Beitrag zeige ich dir meine vier Ergebnisse – jeweils mit einem Vorher-Nachher-Vergleich und kleinen Einblicken in meine Gedanken und Schritte bei der Bearbeitung.
Golden Retriever Mix und Kokoni nebeneinander in goldenem Winterlicht.
17. Februar 2025
Manchmal schenkt uns das Leben in den schwersten Momenten einen kleinen Lichtblick. So war es auch bei einem besonderen Fotoshooting, das ich im Dezember in Münster erleben durfte. Es war ein Regenbogenshooting – ein Shooting, das den geliebten Hunden und ihren Besitzern Erinnerungen schenkt, die sie für immer bewahren können. Dieses Shooting war für Sammy und Emily, zwei wundervolle Hunde mit einer tief bewegenden Geschichte.
EVO 2025 - Gruppenbild der Teilnehmer:innen
9. Februar 2025
Schon Wochen vorher war meine Vorfreude riesig: Am 26. Januar 2025 fand in Uchte die EVO 2025 statt, DAS Networking-Event für Tierfotograf:innen. Ein Tag voller Inspiration, spannender Vorträge, kreativer Workshops und wunderbarer Begegnungen wartete auf mich.
Corgi Hündin auf einem Steg in schönen Herbstfarben. Die Hündin schaut aufmerksam hoch ins Licht.
30. Dezember 2024
Das Jahr 2024 war für mich ein ganz besonderes und spannendes Jahr. Ich habe den Schritt gewagt, mein eigenes Gewerbe als Hundefotografin zu gründen, und bin unglaublich dankbar für all die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit machen durfte. Von Weiterbildungen, die mich fachlich und persönlich wachsen ließen, bis hin zu berührenden Shootings mit wundervollen Hunden und herzlichen Menschen – dieses Jahr war ein Meilenstein in meinem Leben. Auch für meine Hündin Inji war es ein aufregendes Jahr: Sie hat bei der Obedience Kreismeisterschaft in der Beginnerklasse den dritten Platz belegt und ist dadurch in Klasse 1 aufgestiegen. Nächstes Jahr steht sogar die Teilnahme an der Landesmeisterschaft auf dem Plan – wir sind gespannt, was uns erwartet! In diesem Blogartikel möchte ich nun auch fotografisch zurückblicken und euch meine Top 5 Lieblingsbilder aus dem Jahr 2024 zeigen. Die Bilder haben keine feste Reihenfolge, da ich mich einfach nicht entscheiden könnte, sie zu bewerten (es war schon super schwer 5 Bilder auszuwählen!). Stattdessen teile ich die Geschichten und Emotionen hinter diesen Bildern, die für mich etwas ganz Besonderes sind.
Bernersennenhündin sitzt im Wald und schaut in das Licht hoch, das Bild wurde mit dem Fine Art Ansatz bearbeitet.
2. Dezember 2024
Die Fotografie ist eine Kunstform, die mehr als nur das Festhalten von Momenten sein kann. Besonders der Fine Art Stil hebt Fotos auf ein neues Level, indem er nicht nur das Motiv, sondern auch die Emotion und Ästhetik in den Vordergrund stellt. Als Hundefotografin aus Münster arbeite ich regelmäßig mit dem Fine Art Ansatz, um die Persönlichkeit und Schönheit Deines Hundes in einzigartigen Bildern festzuhalten. Doch was bedeutet Fine Art Fotografie eigentlich und wie wird dieser Stil in der Nachbearbeitung umgesetzt? Lass uns das gemeinsam erkunden.