Fotowalk im Lost Place: Zwischen morbider Ästhetik und technischer Herausforderung

7. April 2026

Es gibt Orte, die eine ganz eigene, stille Geschichte erzählen. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, an einem Fotowalk in einem beeindruckenden Lost Place im Harz teilzunehmen. Das Gelände befindet sich heute in Privatbesitz, doch dank einer offiziellen Genehmigung konnten wir uns als Gruppe sicher in den Gebäuden bewegen.


Für mich war dieses Wochenende eine besondere Erfahrung, da ich den Walk gleich für beide Tage gebucht hatte – einmal in der Rolle der Fotografin und am zweiten Tag als Teilnehmerin mit meiner Hündin Inji.

Die Herausforderung: Technik und Standortwahl

Da ich normalerweise die Weite der Natur als Kulisse nutze, war die Arbeit in geschlossenen, maroden Räumen eine spannende Abwechslung. Eine der größten Fragen im Vorfeld war die Wahl des Equipments. Da ich nichts dem Zufall überlassen wollte, entschied ich mich für eine breite Auswahl an Objektiven, vom Weitwinkel bis zum Teleobjektiv.


In der Praxis zeigte sich jedoch schnell die Dynamik solcher Orte: Durch das häufige Wechseln der Objektive, um verschiedene Perspektiven auszuprobieren, ging leider auch der ein oder andere flüchtige Moment verloren. Rückblickend waren meine Festbrennweiten, insbesondere das 32mm und das 50mm, die absoluten Favoriten. Sie ermöglichten es mir, sowohl die Enge der Räume als auch die besondere Lichtstimmung authentisch einzufangen.

Achtsamkeit in zerbrechlicher Kulisse

Die Schönheit des Verfalls hat leider auch ihre Schattenseiten. Der Ort ist durch Vandalismus stark gezeichnet und die damals eingeschlagenen Fenster beschleunigen die Witterungsschäden massiv. In vielen Bereichen war höchste Vorsicht geboten: Offene Fahrstuhlschächte, eingestürzte Deckenteile und überall liegende Glasscherben erforderten volle Konzentration.


Die Sicherheit der Hunde stand zu jedem Zeitpunkt an erster Stelle. Alle Vierbeiner blieben konsequent angeleint, was dank der professionellen Organisation reibungslos funktionierte. Dass am Ende beider Tage alle Mensch-Hund-Teams wohlbehalten die Heimreise antreten konnten, war die wichtigste Voraussetzung für diesen Fotowalk.

Gemeinschaft statt Wettbewerb

Besonders bereichernd empfand ich das Miteinander innerhalb der Gruppe. Anstatt eines Konkurrenzdenkens herrschte eine Atmosphäre von gegenseitiger Unterstützung und Gemeinschaft. Wir teilten die besten Spots und halfen uns bei der Positionierung der Hunde. Eine Erfahrung die zeigt, wie wertvoll der Austausch unter Kolleg:innen ist. Ich genieße eine solche Zusammenarbeit besonders, da ich unfassbar gerne meine Leidenschaft mit anderen Teile und entsprechend auch gerne mein Wissen weitergebe. Deswegen bin ich besonders dankbar, über die tolle Truppe an Menschen, die vor Ort waren und den Tag zu einem ganz besonderen gemacht haben!


Solche Aufnahmen sind weit mehr als einfache Fotos. Sie fangen eine Stimmung ein, die man im Alltag nicht findet. Doch man muss nicht zwingend bis in den Harz fahren, um beeindruckende Ergebnisse zu erzielen.

Wenn Du Lust auf Bilder hast, die aus dem Rahmen fallen und eine ganz besondere Geschichte erzählen, melde Dich gerne bei mir. Ich habe immer wieder außergewöhnliche Locations und Ideen im Hinterkopf, die wir gemeinsam umsetzen können.

11. Januar 2026
Für viele Menschen ist Silvester ein Fest voller Vorfreude. Für viele Hundehalter bedeutet der Jahreswechsel jedoch das Gegenteil: Management von Angst und Stress. Wenn der eigene Hund bei jedem Knall zusammenzuckt und keine Entspannung mehr findet, leidet man als Besitzer unweigerlich mit. Man möchte Sicherheit geben, doch gegen die Geräuschkulisse im städtischen Raum stößt man oft an Grenzen.
28. November 2025
Dieses Jahr durfte ich an der Weihnachtswunder-Shooting Aktion von Ria Putzker teilnehmen. Bei dieser wundervollen Aktion schließen sich über 200 Tierfotograf:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Auch aus anderen europäischen Ländern sind einige dabei. Angemeldet werden können Hunde, die sehr alt sind, schwer krank oder eine traumatische Vergangenheit haben. Ebenso dürfen Hunde teilnehmen, die noch auf der Suche nach einem Zuhause sind, im Tierheim oder auf Pflegestellen leben. Die Besitzer:innen bekommen so die Möglichkeit, bleibende Erinnerungen festhalten zu lassen, selbst wenn die gemeinsame Zeit vielleicht begrenzt ist oder der Start ins Leben schwer war. Als ich das erste Mal von dieser Aktion gehört habe, war ich tief berührt. Die Idee, Menschen und ihre Hunde auf diese Weise zu unterstützen und ihnen kostbare Erinnerungen zu schenken, hat mich sofort abgeholt. Ich habe mich noch am selben Tag als teilnehmende Fotografin angemeldet. Wenn ein Hund für die Weihnachtswunder-Aktion angemeldet wird, erscheint er für uns Fotograf:innen auf einer Karte. Wir können uns dann bei den Besitzer:innen melden. Wenn der Hund ganz in der Nähe wohnt oder die Menschen bereit sind, ein Stück anzureisen, werden Hund und Fotografin miteinander gematcht. Danach vereinbaren wir einen Termin für ein kostenloses Shooting. Es geht dabei nur um eins: Liebevolle Bilder und Erinnerungen, die bleiben.
Portrait von Nadine und Inji, beide sitzend auf dem Boden vor weißem Studiosetting.
23. Juli 2025
Ich fotografiere mit ganzem Herzen: Hunde, ihre Menschen, echte Verbindungen. Und nun war es an der Zeit, ich stand nun selbst mal wieder vor der Kamera. Warum? Weil ich Lust hatte auf neue Bilder. Auf Bilder von mir. Von meiner kleinen Familie. Von Inji, meinem Herzhund. Und ja, auch auf ein paar Businessportraits für meine Website und die sozialen Medien. Mein letztes richtiges Fotoshooting ist ein paar Jahre her. Es war damals übrigens auch der Moment, in dem ich mich in die Fotografie verliebt habe. Und vielleicht war genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um selbst wieder vor der Kamera zu stehen.
Outdoor Bild eines Boxers, der die Pfote in die Hand des Menschen legt.
5. Juli 2025
In letzter Zeit begegnen mir in den sozialen Medien immer häufiger Bilder von Hunden, die wirken, als wären sie in einem professionellen Studio aufgenommen worden: schwarzer Hintergrund, starker Kontrast, leuchtende Augen, aufwendige Lichtführung. In der Beschreibung finde ich dann: "Erstellt mit KI". Ein echtes Foto war das nicht, es war ein durch Bildgenerierung erstelltes Bild eines Hundes auf Basis einer Vorlage. Ich finde dieses Themenfeld besonders spannend, da ich mich viel mit dem Thema KI auseinandersetze und schon viele Vorträge zu dem Thema gehalten habe. Mich bewegt die Frage: wie wollen wir eigentlich unseren geliebten Hund darstellen und uns an ihn und an die gemeinsame Zeit erinnern? Lass uns das Thema einmal gemeinsam beleuchten. Ich habe absolutes Verständnis für die Faszination von KI generierten Bildern. Doch besonders wenn ich generierte Bilder meiner Hündin Inji sehe, spüre ich: echt ist anders. Diese Bilder zu betrachten fühlt sich für mich "falsch" an. Geschummelt. Nicht echt. Nicht MEINE Inji. Weil sie es eben nicht ist. Mir geht es bei meinen Fotos immer besonders um Nähe und Authentizität. Legen wir mal los.
Nachher Bild, Australian Shepherd im Wald, bearbeitet im Fine Art Stil.
25. März 2025
Ich liebe es, mich selbst herauszufordern – sei es bei Shootings oder in der Nachbearbeitung. Als ich von der Bearbeitungschallenge von Tierfotografie Hamburg gehört habe, war für mich sofort klar: Da mache ich mit! Die Besonderheit? Die Fotos stammen alle von der lieben Laura von Tierfotografie Hamburg – ich habe sie also nicht selbst fotografiert, sondern durfte mich nur an der Bildbearbeitung austoben . Und genau das macht es so spannend: Mit einem frischen Blick an fremde Bilder herangehen und meine eigene Handschrift in der Bearbeitung einbringen. In diesem Beitrag zeige ich dir meine vier Ergebnisse – jeweils mit einem Vorher-Nachher-Vergleich und kleinen Einblicken in meine Gedanken und Schritte bei der Bearbeitung.
Golden Retriever Mix und Kokoni nebeneinander in goldenem Winterlicht.
17. Februar 2025
Manchmal schenkt uns das Leben in den schwersten Momenten einen kleinen Lichtblick. So war es auch bei einem besonderen Fotoshooting, das ich im Dezember in Münster erleben durfte. Es war ein Regenbogenshooting – ein Shooting, das den geliebten Hunden und ihren Besitzern Erinnerungen schenkt, die sie für immer bewahren können. Dieses Shooting war für Sammy und Emily, zwei wundervolle Hunde mit einer tief bewegenden Geschichte.
EVO 2025 - Gruppenbild der Teilnehmer:innen
9. Februar 2025
Schon Wochen vorher war meine Vorfreude riesig: Am 26. Januar 2025 fand in Uchte die EVO 2025 statt, DAS Networking-Event für Tierfotograf:innen. Ein Tag voller Inspiration, spannender Vorträge, kreativer Workshops und wunderbarer Begegnungen wartete auf mich.
Corgi Hündin auf einem Steg in schönen Herbstfarben. Die Hündin schaut aufmerksam hoch ins Licht.
30. Dezember 2024
Das Jahr 2024 war für mich ein ganz besonderes und spannendes Jahr. Ich habe den Schritt gewagt, mein eigenes Gewerbe als Hundefotografin zu gründen, und bin unglaublich dankbar für all die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit machen durfte. Von Weiterbildungen, die mich fachlich und persönlich wachsen ließen, bis hin zu berührenden Shootings mit wundervollen Hunden und herzlichen Menschen – dieses Jahr war ein Meilenstein in meinem Leben. Auch für meine Hündin Inji war es ein aufregendes Jahr: Sie hat bei der Obedience Kreismeisterschaft in der Beginnerklasse den dritten Platz belegt und ist dadurch in Klasse 1 aufgestiegen. Nächstes Jahr steht sogar die Teilnahme an der Landesmeisterschaft auf dem Plan – wir sind gespannt, was uns erwartet! In diesem Blogartikel möchte ich nun auch fotografisch zurückblicken und euch meine Top 5 Lieblingsbilder aus dem Jahr 2024 zeigen. Die Bilder haben keine feste Reihenfolge, da ich mich einfach nicht entscheiden könnte, sie zu bewerten (es war schon super schwer 5 Bilder auszuwählen!). Stattdessen teile ich die Geschichten und Emotionen hinter diesen Bildern, die für mich etwas ganz Besonderes sind.
Bernersennenhündin sitzt im Wald und schaut in das Licht hoch, das Bild wurde mit dem Fine Art Ansatz bearbeitet.
2. Dezember 2024
Die Fotografie ist eine Kunstform, die mehr als nur das Festhalten von Momenten sein kann. Besonders der Fine Art Stil hebt Fotos auf ein neues Level, indem er nicht nur das Motiv, sondern auch die Emotion und Ästhetik in den Vordergrund stellt. Als Hundefotografin aus Münster arbeite ich regelmäßig mit dem Fine Art Ansatz, um die Persönlichkeit und Schönheit Deines Hundes in einzigartigen Bildern festzuhalten. Doch was bedeutet Fine Art Fotografie eigentlich und wie wird dieser Stil in der Nachbearbeitung umgesetzt? Lass uns das gemeinsam erkunden.